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"Gedächtnisblicke"

 

Aus ihrem visuellen Gedächtnis schöpft Astrid Gamper eine Fülle anatomischer Deutungen zur Darstellung des menschlichen Körpers.

Von ungewohnten Dimensionen der Wahrnehmung ausgehend, löst die Künstlerin das Chaos der sich überschneidenden Bilderinnerungen von ihrer Netzhaut, um es auf das Blatt zu bannen. Dabei scheint die Strichführung neuropsychischen Impulsen zu folgen, die unter Hochspannung  im Gehirn entstehen und sich als vibrierende Formkonturen entladen.

Man erlebt ein physiologisches Schauspiel, worin Körperlinien sich einholend überlagern und dabei Schnittpunkte bilden sowie Entfremdung mit verwirrender Schwärze erzeugen.

Flüchtige Erinnerungen verdichten sich zeichnerisch im Schwebezustand und können figurativ wahrgenommen werden, manche sind nur als verwirrte Fragmente von Erlebtem, als Varianten der Bildertäuschung angedeutet.

 

Georg Demetz

"squarci di memoria"

 

Astrid Gamper attinge al  repertorio anatomico del corpo umano per arricchirlo di nuove interpretazioni visive.

Partendo da inusitate dimensioni della percezione l’artista estrae dal caos semantico le linee formatesi e intersecatesi sulla retina  per rappresentarle infine sul foglio. Il segno sembra obbedire ad impulsi neurotici psichici che scattano a livello cerebrale per lasciare  tratti carichi di vibrante tensione. Sembra di assistere ad un atto teatrale dove i contorni si rincorrono contorcendosi e provocando cesure  fisiche alienate da oscure implosioni.

Ricordi fuggevoli si addensano talora graficamente offuscandosi come figure in sospensione, alcune si stagliano nettamente mentre altre rimangono appena accennate come frammenti confusi del vissuto, in quanto varianti dell’ apparenza illusoria.

 

Georg Demetz

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